N_Magazin 01/2015


Traum vom Raum - Unterwegs mit dem NISSAN EVALIA "Stadtindianer"

Unendlichkeit ist ein großes Wort. Es bedeutet viel Platz und Raum. Der NISSAN EVALIA »Stadtindianer« verbindet beides – auf wenigen Metern. Wie einer der skurrilsten Hostel-Campingplätze Deutschlands. Ein Hausbesuch

Quelle: N_Magazin 01 / 2015
Text: Fabian Hoberg / Fotos: Steve Brookland

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Wer das Große im Kleinen sehen will, sollte genau hinschauen. Betrachtet man beispielsweise Deutschland aus dem All, sieht es winzig aus. Beim Überflug ist es schon viel größer, und wenn man es aus dem Autofenster betrachtet, wirkt es gigantisch – ähnlich verhält es sich beim NISSAN EVALIAa) „Stadtindianer“. Von außen betrachtet ist der Kompakt-Van eher überschaubar und bringt es nur auf eine Länge von 4,40 Metern. Doch je näher man ihm kommt, desto größer wirkt er. Im Innenraum ist nämlich die ganze Campingwelt untergebracht: Stehhöhe, Zweimannbett im Dachzelt, Gasherd, Kühlschrank, Klapptisch, Schränke und WC. Es gibt nicht viele Wohnmobile, in denen so viel auf so kleinem Raum untergebracht wurde. Dank dieses Umbaus wird für viele Rastlose die Welt zum Dorf.

Ein weiteres Beispiel von genauem Hinsehen steht in Bonn. Mitten in einem Industriegebiet parken in einer ehemaligen Lagerhalle 16 Wohnwagen, Wohnmobile und Schlafwagen
der Bahn. Bis zu 120 Gästen bietet das Hostel eine Unterkunft. Das „Basecamp“ ist ein Ort für Menschen, die eine außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit suchen. Ein Ort für Reisende, die den Charme und die Intimität des Campings suchen, aber irgendwie etwas gegen Frischluft haben. Mikrokosmos im Großstadtdschungel – ein idealer Nährboden für den NISSAN EVALIA „Stadtindianer“. Ein Hausbesuch.

Durch das Dachzelt des Camping-Vans dringt das leise Klingeln der Löffel in Kaffeebechern. Es verbindet sich mit moderner Elektro-Tango-Musik. Eine Mischung aus Frucht-Haarshampoo und Filterkaffee wabert durch die Luft. Campingplatz-Feeling. Kichernd ziehen ein paar Kinder in kurzer Hose und T-Shirt an den kleinen Vorgärten der Wagen vorbei, den Kulturbeutel unter dem Arm, das Handtuch lässig über
der Schulter. Kälte? Nicht hier in der beheizten Halle.

Skurril ausgestattet ist der Wohnwagen "Drag Queen"

Der NISSAN parkt neben Wohnwagen mit Namen wie „Drag Queen“ und „Big Ben“. Die weite Welt sehen die Fahrzeuge nun nicht mehr, aber sie haben sie befahren. Wie der Trabi mit Dachzelt oder der klassische Anhänger. Sie vermitteln ein tiefes Gefühl von Entschleunigung – Reisen wie früher, als wir alle noch Kinder waren, uns zum ersten Mal verliebten und die Musik noch von der Kompaktkassette kam.

Immer auf Achse zu sein, liegt vielen Menschen im Blut, gerade den Europäern. Und die Lust, mit dem eigenen „Zuhause“ zu reisen, ist ungebrochen – und kein holländisches Phänomen allein. Alles, was man kennt und mag, hat man um sich, doch wenn man morgens aus dem Fenster schaut, ist die Welt immer eine andere, als sie gestern war: das große Camping-Glück.

Vor dem „Big Ben“ sitzen Denise und Nadine. Sie genießen ihren brüh-frischen Kaffee. Die 28-jährige Denise besucht das „Basecamp“ zum ersten Mal. Die Gartenbauerin nimmt an einem Auswahlverfahren für ein Praktikum in Japan teil, der Veranstalter hat für sie diese Unterkunft gemietet. „Ich liebe Campen, das Leben in der Natur, den Blick in die Ferne, ohne dicke Mauern“, sagt sie. Deshalb ist sie im Urlaub meist mit Fahrrad und Zelt unterwegs. Ob
das Basecamp da das Richtige ist? Sie sagt ja. In ihrem Lächeln sieht man das entschleunigte Campingplatz-Gefühl.

Genauso wie Nadine aus der Nähe von Weimar. Die 26-Jährige studiert ebenfalls Gartenbau und liebt die Natur. „Das Übernachten im Wohnwagen ist sehr gemütlich, besser als in einem sterilen Hotel, auch wenn die Kabinen eng sind“, sagt sie. Campen bedeutet für sie Freiheit, nur den Horizont und den Himmel als Grenze.

Mit ganz so viel Freiheit kann Michael Schlößer nicht dienen, dafür aber mit vielen ausgefallenen Schlafplätzen. Vor drei Jahren griff er zu, als der Hallenbesitzer ihn fragte, ob er etwas Besonderes aus dem Gebäude machen wolle. Erfahrung mit Hotels hatte Schlößer. „Ich wollte die Lagerhalle erhalten und ein Hostel daraus machen.

Aber um 100 Gäste dort unterzubringen, braucht man ein gutes Konzept“, sagt
er. Die Idee, Wohn- und Schlafwagen
in einer Halle zu parken, kam ihm über Nacht. Mobilität und Freiheit als Übernachtungsprinzip, eingesperrt in einer Halle. Der Widerspruch gefällt ihm.
Kochen und waschen muss keiner der Gäste in seiner mobilen Behausung. Auf der Empore gibt es Frühstück, im Anbau darunter befinden sich Sanitäranlagen und täglich werden die Betten gemacht sowie die Zimmer gereinigt.

Der Wohnwagen "Hakuna Matata" - bedeutet in Swahili so viel wie: Es gibt keine Probleme

Die rollenden Schlafstätten wurden teilentkernt, gereinigt und mit Feuermeldern sowie neuen Betten ausgestattet. Die Halle ist nicht als Quartier für Camper mit eigenem Wohnwagen gedacht – für den NISSAN EVALIA „Stadtindianer“ macht Schlößer eine Ausnahme. Und der kleine Alleskönner macht neben den altgedienten Campingkollegen eine gute Figur. So viele Kilometer haben sie ihren ehemaligen Besitzern zur Seite gestanden. Denn ein Urlaub in einem Campingwagen und heute nicht zu wissen, wo man morgen aufwacht, das ist doch die größte Freiheit. So ist die Reise in einem Wohnmobil auch immer eine Reise ins eigene ich – Selbsterkenntnis auf vier Reifen.

Auch Jessica hat sich im „Basecamp“ eingemietet. Die 20-Jährige aus Köln will mal eine Nacht im Wohnwagen verbringen. Sie hat sich den ganz in Orange gehaltenen „Flower Power“ ausgesucht. Jessica ist zum Entspannen hier, um dem Alltag zu entfliehen und darüber nachzudenken, was das Leben noch so bringt.

Dass der moderne Großstadtmensch für solcherlei Überlegungen den übersichtlichen Kosmos eines Wohnmobils sucht und das damit verbundene Gefühl von Freiheit, liegt irgendwie nahe. Zumindest wenn man einem alten Sprichwort glauben darf – nach diesem ist „Gelassenheit aller  Freiheit Anfang“


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